Aus der Presse




Alte Jenaer Feuerwache beherbergt nun ein „Umsonsthaus“

Das Team des MobB e.V. vorm neuen "Umsonsthaus" in der vormaligen Feuerwehr-Wache,
v. l. Tom Hempel, Heidemarie Gresenz, Kai Haase, Vereins- Chefin Beate Jonscher, Silvia Köster, Stefan Otto   Foto: Stridde


Jena. Der scharfe Start erfolgt kommenden Montag: Dann eröffnet der Verein MobB e.V. (Menschen ohne bezahlte Beschäftigung) in der früheren Feuerwache an der Ecke Käthe-Kollwitz-Straße/Anger einen Umsonstladen. "Wobei mir ‚Umsonsthaus‘ besser gefallen würde", sagt MobB-Chefin Beate Jonscher.

Tatsächlich mag "Laden" etwas zu klein klingen für das, was drinsteckt, auch wenn der MobB-Verein auf die Erfahrungen mit einem seit 2006 betriebenen eigenen "Umsonstladen" am Stammsitz Unterm Markt 2 setzen kann.

Schließlich wird nun im Haus 1 der ehemaligen Berufsfeuerwehr-Zentrale dem Wunsch der Jenaer Flüchtlingsfreundeskreise entsprochen, einen zentralen Ort der Kleiderkammer-Angebote für Flüchtlinge bereitzuhalten. "Es musste nur ein Trägerverein her, und man hat bei uns angefragt", erläutert Beate Jonscher.

Nach Abschluss des Mietvertrages mit dem städtischen Immobilieneigenbetrieb KIJ sei nun geplant, einen Haushaltsraum einzurichten, einen Raum für Technik und Kinderspielzeug, eine Bibliothek, eine Küche. Dazu schließlich der Trakt, über dessen Zugang noch "Garderobe Feuerwehr" zu lesen ist: Hier findet die zentrale Kleiderkammer Platz – ein Raum für das Projekt "Mini-Deckis" und drei Räume für Kleidung.

"Bei uns gibt es keinerlei Bedürfnisprüfung. Wir verkaufen nicht – wir sind für alle offen", sagt Beate Jonscher, die seit Jahren für die "Linke" im Stadtrat sitzt. Gegenüber dem Vereinssitz Unterm Markt bestehe nun der Vorteil, dass mit größeren Sachspenden direkt ans Haus herangefahren werden kann, möge es auch leider keine Innenverbindung geben zwischen den bisher für Feuerwehr-Autos vorgehaltenen Untergeschoss-Garagen und den Nutzräumen im Obergeschoss. Den Vereinssitz Unterm Markt 2 will der MobB-Verein aufrechterhalten, um weiterhin seinen Beratungsaufgaben nachzukommen. Die nach Auszug des alten Umsonstladens gewonnene Fläche wolle man für Veranstaltungen nutzen und auch anderen Vereinen zur Nutzung anbieten, sagte Beate Jonscher.

Die Flüchtlingsfreundeskreise sollen aber keineswegs allein mit der zentralisierten Kleiderkammer klarkommen. Beate Jonscher: "Wir werden sie, wenn notwendig, unterstützen."

Was die Nutzung anderer Bereiche der alten Feuerwache betrifft: Beate Jonscher weiß, dass die Ur-Idee einer "Kulturwache" – einer Zentrale für Kulturvereine – erst einmal ad acta gelegt worden war. Perspektivisch sieht Beate Jonscher dieses Projekt aber nicht als erledigt. Das könne doch eine interessante Nachbarschaft zum "Umsonsthaus" sein. Aktuell ist im hinteren Hofgebäude der Feuerwache ein Teil der städtischen Bauverwaltung untergebracht, wie KIJ-Chef Karl-Hermann Kliewe gestern auf Anfrage bestätigte. – Am Sitz des Stadtentwicklungsdezernats Anger 26 (ehemals Angergymnasium) muss der Fußboden mit seinen gesundheitsgefährdenden Ausdünstungen komplett erneuert werden.

Die Öffnungszeiten des "Umsonsthauses" in der früheren Feuerwache: Montag, Mittwoch, Freitag von 10 bis 12, Dienstag 16 bis 18 und Donnerstag 17 bis 19 Uhr.

Thomas Stridde / 01.07.16 / OTZ




Der Wert von Arbeit und Mensch

Bei der Jubiläumsfeier in den Räumen unterm Markt 2.
Auch Vertreter der Stadtverwaltung waren zu Gast.
Foto: Jördis Bachmann


Der Jenaer Verein "Menschen ohne bezahlte Beschäftigung" feierte gestern sein 10. Jübiläum.

Jena. Der Verein "Menschen ohne bezahlte Beschäftigung" (MobB) hat sich 2005 gegründet. Angeboten wird eine fundierte und kostenfreie Hartz-IV-Beratung für Arbeitslose. Dabei weiß die Vereinschefin Beate Jonscher natürlich genau, dass es nicht den einen Hartz-IV-Empfänger gibt: "Alleinerziehende, Hochschulabsolveriten, Selbstständige oder Rentner, die aufstocken müssen: Unser Klientel ist sehr breit. Jedes Alter und jeder Bildungsgrad sind vertreten", sagt Beate Jonscher.
Der MobB e.V. hilft den Arbeitslosen beispielsweise bei der Antragstellung, prüft die Hartz-IV-Bescheide und formuliert Widersprüche. 800 Beratungen werden im Jahr durchgeführt. "Zu Beginn haben wir noch alles allein gemacht, heute haben wir drei Rechtsanwälte, die uns zur Seite stehen. "Allein im vergangenen Jahr wurden 84 Eilverfahren eingeleitet. "Das passiert beispielsweise, wenn Menschen kein Geld vom Amt erhalten", erklärt Jonscher.
Heute hat der MobB e.V. etwa 20 Mitslieder, 12 davon aktiv. In den Räumen Unterm Markt 2 hat der Verein sein Domizil. "Begonnen haben wir allerdings in der Villa am Paradies. Erst nach zwei Jahren sind wir dann in die neuen Räume gezogen. Hier befindet sich heute auch der Umsonstladen des MobB e.V. Geschirr, kleine Möbelstücke, Bücher oder Haushaltsgeräte und Technik gibt es hier kostenfrei. Man muss weder Geld dafür zahlen noch etwas eintauschen, auch ein Nachweis auf Bedürftigkeit ist nicht nötig.
2006 kam ein weiteres Projekt des MobB e.V. hinzu, die "Schreibenden Arbeitslosen", die sich später umbenannten in "Jenaer Sprachverwender". Drei Bücher sind bis heute entstanden. Der MobB e.V. führte außerdem den Kulturpass in Jena ein. "Wer einen Jenapass besitzt, der kann sich bei uns den Kulturpass abholen. Mit ihm kann man kulturelle Veranstaltungen - beispielsweise alle Jokerkonzerte der Kulturarena oder auch Philharmoniekonzerte und Vorstellungen des Theaterhauses kostenfrei besuchen", erklärt Beate Jonscher.
Seit dem Jahr 2010 wird der Verein institutionell gefördert.

Jördis Bachmann / Juni 2015 / OTZ




Kultur wagen

Jena (Jördis Bachmann / 19.12.2012 / TLZ). Als erste Kommune der Bundesrepublik hat Jena im Jahr 2008 das Projekt "Hunger auf Kunst und Kultur" ins Leben gerufen. Helmut Lange vom Jenaer Verein "Menschen ohne bezahlte Beschäftigung" (MobB) brachte den Stein ins Rollen: Für das Projekt wurde der sogenannte Kulturpass in Jena eingeführt. Er soll den Bürgern zugute kommen, die am kulturellen Leben der Stadt teilhaben möchten, es sich finanziell aber nicht leisten können. Der Pass ermöglicht freien Eintritt bei verschiedenen Kultureinrichtungen. Zu den Partnern gehören unter anderem das Theaterhaus, das Volkshaus, die Philharmonie, die Jazzmeile, der Film e.V. und die städtischen Museen.
"Jeder Bürger, der im Besitz eines Jenapasses ist, hat auch Anrecht auf einen Kulturpass", sagt Helmut Lange. Erhältlich ist der Kulturpass direkt beim MobB e.V., Unterm Markt 2. "In Jena gibt es etwa 6000 Kulturpass-Berechtigte", sagt Beate Jonscher vom MobB-Verein. "Leider haben bis heute nur 400 Jenaer einen solchen Pass beantragt und nur 100 nutzen ihn aktiv. Die Zahlen machten uns klar, dass wir die Leute an die Kultur zunächst heranführen müssen. Viele ältere Erwerbslose oder Frührentner ziehen sich zurück und isolieren sich. Erst wenn man sie aus ihrer Isolation herausgelöst hat, können sie wieder aktiv am kulturellen Leben der Stadt teilhaben."
Deshalb initiierte der MobB-Verein in diesem Jahr das Projekt "Kulturstreifzüge durch Jena". Fachleute führten kostenlos durch Einrichtungen der Stadt und warfen gemeinsam mit den Besuchern einen Blick hinter die Kulissen des Stadtarchives oder des Botanischen Gartens. "Leider wurden die Streifzüge noch nicht so angenommen, wie wir es uns erhofft hatten", sagt Beate Jonscher. Trotzdem will der Verein nicht aufgeben: Im kommenden Jahr wollen sich die MobB-Mitglieder mit dem Projekt "Kultur für alle" weiter dafür einsetzen, Erwerbslose an die breite Jenaer Kulturlandschaft heranzuführen. Die Neuerung: Es sollen zwei Gruppen etabliert werden, die gemeinsam verschiedene kulturelle Angebote der Stadt erkunden. "Wir glauben, dass das Angebot in einer Gruppe besser funktioniert. Auf diese Weise kann man den Erwerbslosen ihre Unsicherheit besser nehmen und sie leichter aus der Isolation lösen", sagt Beate Jonscher.
Dafür soll auch eine Personalstelle geschaffen werden. Etwa 20 000 Euro werden benötigt, die entsprechenden Anträge beim Sozial- und Kulturausschuss seien gestellt, ein großer Teil soll auch über den Fonds für Soziokultur finanziert werden. Am Montag übergab Bundestagsabgeordneter Ralph Lenkert (Die Linke) einen Scheck über 800 Euro an den MobB-Verein. Mit dem Geld aus dem Spendenverein der Linksfraktion soll das MobB-Projekt unterstützt werden. "Wir halten den Kulturpass für sehr sinnvoll. Es geht dabei auch um eine Durchmischung der Gesellschaft. Ältere Erwerbslose und Frührentner dürfen nicht ausgeschlossen sein vom kulturellen Angebot einer Stadt", so Lenkert.




Arbeitslos, aber nicht mutlos
5 Jahre Arbeitslosenfrühstück in Suhl

(07.10.2011/wwww.ina-leukefeld.de) Sich regelmäßig treffen, Erfahrungen austauschen, gegenseitig unterstützen, ggf. Rechtsberatung vermitteln für den Umgang mit Ämtern und auf diese Weise ein soziales Netzwerk entstehen lassen, dies ist seit 5 Jahren Anliegen des Arbeitslosenfrühstücks, das Landtagsabgeordnete Ina Leukefeld monatlich anbietet.
Am 7. Oktober lud sie wieder ein, diesmal vor dem Hintergrund, das dies der Welttag für menschenwürdige Arbeit ist, ein Tag, wie Leukefeld betont, an dem überall in der Welt mobil gemacht wird für menschenwürdige nicht prekäre Beschäftigung. "Trotz einer leichten Entspannung auf dem Arbeitsmarkt profitieren ältere Menschen und Langzeitarbeitslose von der wirtschaftlichen Entwicklung nicht und die prekäre Beschäftigung steigt weiter dramatisch", so die Politikerin.
Deshalb nutzte sie den 07. Oktober nutzen, um mit betroffenen Bürgern ins Gespräch zu kommen. Aber nicht nur das. Leukefeld hatte sich besondere Gäste eingeladen, die für eine kulturelle Umrahmung der Veranstaltung sorgten, "MObB e.V. Jena", Menschen ohne bezahlte Beschäftigung, die von sich selber sagen, "wir sind arbeitslos - aber nicht ohne Beschäftigung, an den Rand gedrängt - aber nicht mutlos, knapp bei Kasse - aber voller Ideen.
Und viele Menschen kamen, so das die Begegnungsstätte der Volkssolidarität aus allen Nähten platzte. Die Autoren von MObB e.V. trafen mit ihren Texten ins Schwarze und sprachen den Zuhörern aus der Seele.
Das monatliche Frühstück ist für Ina Leukefeld enorm wichtig, denn, so meint sie "ist es ein Geben und Nehmen. Ich erfahre direkt von den Menschen ihre Probleme und weiß deshalb, wie ich mich für ihre Interessen stark machen kann." Deshalb wird sie das Arbeitslosenfrühstück auch weiterhin monatlich anbieten.




"MobB" ist in Jena etabliert
Verein feiert fünfjähriges Bestehen

Jena (Franziska Landmann / 25.06.2010 / TLZ). Vor genau fünf Jahren gründeten sieben Menschen den Verein „Menschen ohne bezahlte Beschäftigung – Hilfe &Selbsthilfe“ – kurz „MobB“. In ihrem Anspruch, arbeitslosen Menschen zu helfen und sie zur Selbsthilfe zu befähigen, hat das Team um Vereinsvorstandsmitglied Dr. Beate Jonscher verschiedene Projekte ins Leben gerufen. Neben der Beratung, die durch ehrenamtlich tätige Rechtsanwälte unterstützt wird, kann jeden Tag der Umsonstladen besucht werden, in dem Gebrauchsgegenstände aller Art kostenlos angenommen und abgegeben werden können. Literarisch ambitionierte Menschen können in der Schreibwerkstatt mitarbeiten. Dort entsteht gerade ein neues Buch. 2006 erschien aus der Feder der Schreibwerkstatt „Vorsicht, Strandgut“. Das Buch erlangte bundesweite Aufmerksamkeit. 2011 ist der dritte Band geplant. Bürger schreiben darin über Eindrücke aus ihrem Leben als Erwerbslose.
Gestern lud „MobB“ Besucher und Engagierte der Initiative zu einer kleinen Feier in die Räumlichkeiten am Marktplatz ein. Beate Jonscher fasste die Entwicklung des Vereins in kurzen Worten zusammen: Mit viel Engagement der dreißig Mitglieder habe man sich als Verein in Jena etabliert und wichtige Kontakte geknüpft, um den Erwerbslosen der Stadt helfen zu können. „Auf die nächsten fünf oder zehn Jahre“, schallte es aus den Besucherreihen, als die Gläser klirrten.




Nicht arbeitslos!
Verein "Menschen ohne bezahlte Beschäftigung" seit fünf Jahren in Jena aktiv

Von Yvonne Ratzmann
Allgemeiner Anzeiger Jena, Mittwoch, 07. Juli 2o1o

JENA. Arbeitslos! Das ist ganz klar ein Attribut, das Menschen zugeschrieben wird, die offensichtlich keinem bezahlten Beschäftigungsverhältnis nachgehen. Es ist aber auch eine Bezeichnung, die oft vorurteilsbehaftet und ausgrenzend ist und Assoziationen wie Faulheit und Schmarotzertum mit sich bringt. Falsch! Denn die Mitglieder des Vereins Menschen ohne bezahlte Beschäftigung (MobB) beweisen seit nunmehr fünf Jahren, dass Arbeitslosigkeit nicht zwangsläufig mit Nichtstun gleichzusetzen ist. Sie schlossen sich 2005 zusammen und hatten eins gemeinsam: Sie wollten nicht untätig sein. Zunächst nannte sich der Verein "MoA - Menschen ohne Arbeit", bald jedoch war klar, bestätigt Vereinsvorstandsmitglied Dr. Beate Jonscher: "Wir waren nicht arbeitslos, wir hatten alle genügend Aufgaben - wir wurden nur nicht dafür bezahlt." Aus dieser Erkenntnis heraus wurde der Verein in "Menschen ohne bezahlte Beschäftigung" umbenannt.
Der Verlust des Arbeitsverhältnisses ist für die meisten Menschen niederschlagend - voller Perspektivlosigkeit, Verzweiflung und mangels an finanziellen Mitteln an den Rand der Gesellschaft gedrängt, ist der Ausweg oft schwer. MobB e.V. ist eine Vereinigung, welche sich Menschen zuwendet, die ihre Arbeit verloren haben und Hilfe oder aber auch einfach nur Kontakt suchen. Mittlerweile haben sich im Verein auch Anwälte und Menschen aus den verschiedensten Berufsgruppen zusammengefunden, die dort ehrenamtlich tätig sind. Mit den Jahren entstanden zahlreiche Projekte. Neben den Beratungsangeboten gibt es einen "Umsonstladen", in weichem Mensch Dinge gegen andere Sachen einfach eintauscht oder die "Sprachverwender", ein Kollektiv aus schreibtalentierten Menschen, die bereits zwei Bücher herausbrachten. Darüber hinaus etablierte sich der "Tauschring", bei weichem jeder sein Portemonnaie zu Hause lassen kann und Dienstleistungen einfach gegen eine andere Tätigkeit eintauscht. Das Projekt fördert Kooperationen, führt Menschen aus der Isolation und zeigt, dass jeder etwas kann, was Anderen nützlich ist. Arbeitslosigkeit hinterlässt tiefe Spuren in den Menschen, die sich nicht nur ungebraucht fühlen, sondern auch oft mit Ausgrenzung und der verbreiteten Unterstellung zu kämpfen haben, dass sie ohnehin nicht arbeiten wollen. Die Projekte des Vereins helfen bei gesellschaftlicher Integration und belegen, dass viele Menschen ohne Arbeit sehr wohl bereit sind, tätig zu werden.

Zum 5. Jubiläum des Vereins "Menschen ohne bezahlte Beschäftigung (MobB) - Hilfe und Selbsthilfe" feiern die engagierten Mitarbeiterlnnen im "Umsonstladen" des Vereins.
Im Bild von links: die Vorstandsmitglieder Stefan Otto, Dr. Beate Jonscher und Ulrich Friedmann
Foto: Ratzmann

KONTAKT
MobB, Unterm Markt 2,
Tel. 384364, www. mobb-jena.de




MobB e.V. plant neues Buch
Stefanie Bühlchen und Anne Zeuner / 19.05.10 / TLZ

Pünktlich zur Leipziger Buchmesse 2011 soll das neue Buch der Gruppe "Jenaer Sprachverwender" erscheinen. Gefördert wird das Projekt von der Stiftung "dieGesellschafter" und aus den Einnahmen der letzten beiden Bücher des Vereins "MobB". Jena. "Das erste Buch Vorsicht, Strandgut veröffentlichten wir unter dem Namen Schreibende Arbeitslose doch mittlerweile haben einige Schreiber Arbeit gefunden oder sind Rentner. So kam es zur Umbenennung", sagt Mitautor Ulrich Friedmann. "Jena ein heller Punkt in meinem Lebenslauf" erschien im Dezember 2008 als zweiter Band. Das dritte Buch solle laut Friedmann eine Weiterentwicklung werden: Waren die letzten Bände ein buntes Potpourri, werden die neuen Geschichten nun in eine Rahmenhandlung eingebunden: "Inspiriert wurden wir durch Tausendundeine Nacht: Zwei Personen treffen sich und erzählen, was der Mensch in seiner Vielfalt erleben kann", sagt die freie Lektorin Berit Hilpert, die für das Projekt arbeitet. Einige Figuren werden sich wie ein roter Faden durch die Erzählungen ziehen. Eine Schreibwerkstatt hilft den sieben Autoren, verschiedene Genres auszuprobieren. "Prosa, Lyrik, Märchen und Anekdoten werden in einer großen Geschichte vereint." Der Verein freue sich über Interessenten, die sich im Schreiben versuchen wollen. "In der Schreibwerkstatt bekommen sie das nötige Handwerkszeug beigebracht", sagt Hilpert. Den Autoren sei nicht vorgegeben, über welche Themen sie schreiben. "Wichtig ist, keine falsche Ehrfurcht vor dem Schreiben zu haben", vielmehr wünsche sie sich eine Stärkung der Kultur des Schreibens. Wer Lust bekommen hat, sich als Autor zu versuchen, kann sich beim Verein "MobB" (Unterm Markt 2) melden.




Monitore für ein noch besseres Schriftbild
Sparda-Bank spendet Bildschirme für Sprachverwender (TLZ, 07.10.2009)

Jena, (tlz/sc) Damit ihnen das Schreiben leichter von der Hand geht, erhielten die Mitglieder der Gruppe Sprachverwender vom Verein Menschen ohne bezahlte Beschäftigung Hilfe und Selbsthilfe e.V. (MobB e.V.) gestern fünf Flachbildschirme von der Jenaer Sparda-Bank. Filialleiter Ralf Zimmermann komplettierte mit den Monitoren die bereits im Vorjahr von seiner Bank an den Verein gespendeten Computer. Die Sprachverwender sind eines von sieben Projekten des MobB-Vereins, dessen Netzwerk auch einen Umsonstladen und einen Tauschring umfasst, ebenso ein Soziologieprojekt, Rechtsberatung, Sportkurse, eine Vereinszeitung und die Ausgabe des Kulturpasses. Den Sprachverwendern gehören im Schnitt sechs Personen an, die Geschichten, Gedichte, autobiografische Erzählungen schreiben. Sie treffen sich zum Austausch an jedem zweiten und vierten Montag im Monat. Im Jahr 2007 brachten sie, finanziert über Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) ihr erstes Buch Vorsicht Strandgut heraus. Im Jahr darauf folgte Jena ein heller Punkt in meinem Lebenslauf, mit Unterstützung Jenaer Lesezeichen e.V. und finanziert von Jenawohnen. Das Buch vereint biografische, mit der Stadt Jena verknüpfte Erlebnisse der Autoren.

Die nächste Lesung findet am 25. November ab 19.30 Uhr im Martin-Niemöller-Haus statt.






Dr. Al-Kuwaitis Lyrik in Frankfurt gefragt
(OTZ, 09.09.2009)

Jena (OTZ/F.D.). Es gibt viele Arten, aus Auberginen wohlschmeckende Gerichte zu zaubern. Mohamed Al-Kuwaiti kennt sie nicht nur, sondern weiß sie auch zuzubereiten. Davon konnten sich die Gäste eines Erzählcafès überzeugen, das am Mittwoch in der Kastanienstraße 11 der AWO-Fachdienst für Migration im Rahmen der Interkulturellen Woche veranstaltete. Doch Mohamed Al-Kuwaiti war nicht nur wegen seines kulinarischen Erfindungsreichtums eingeladen worden, sondern vor allem deshalb, weil der aus dem Irak stammende, in jungen Jahren vor Saddam Hussein geflüchtete, in Moskau promovierte und seit 30 Jahren in Jena lebende vielseitig begabte Physiker sich als Lyriker profiliert hat. Vor einem interessierten und mehreren Nationalitäten angehörenden Publikum las er Geschichten und Gedichte, die viel von seiner Herkunft und seiner Befindlichkeit erzählen. "Die Araber sagen, die Zufriedenheit ist der größte Schatz des Lebens, unerschöpflich neben dem Materiellen." Diese innere Ruhe und Zufriedenheit befähigt ihn auch, "etwas Kreatives zu produzieren, etwas Geistiges, und das macht meine Seele glücklich". Glücklich ist er, weil er in dem Projekt "Schreibende Arbeitslose" des MobB e.V. eine Heimstatt unter Gleichgesinnten gefunden hat und er unter anderem dort seine Texte und Gedichte publizieren konnte (in: "Vorsicht, Strandgut!" und "Jena - Ein heller Punkt in meinem Lebenslauf"). Sein jüngster Erfolg ist in einem in blaues Leinen gebundenen Band der Frankfurter Bibliothek (Dritte Abteilung: Die Lyrik des XXI. Jahrhunderts) zu finden: Die besten Gedichte 2009/2010. Dort ist an vorderer Stelle sein Gedicht "Das Leben - ein Traum" abgedruckt. Genauso stolz ist er darauf, dass der Frankfurter Verlag ihn auf die Frankfurter Buchmesse an seinen Stand eingeladen hat. So wird er also am 17.10. den Bus nehmen, den die Thalia-Buchhandlung wie jedes Jahr zur Messefahrt chartert, und nach Frankfurt fahren - in der Hoffnung, sich noch ein wenig mehr bekannt zu machen und über neue Projekte zu reden. Das ist natürlich eine Ermutigung, die er an seine Kollegen der schreibenden Zunft gern weitergeben wird - damit sich auch deren Träume erfüllen:




Ein Euro für jeden ausgefüllten Bogen - 510 Euro für MobB e.V.
TLZ vom 30.07.2009

Jena. (tlz/flam) Eine Spende von 510 Euro hat gestern die IG Metall Jena-Saalfeld an dun Verein "Menschen ohne bezahlte Beschäftigung - Hilfe und Selbsthilfe" (MobB) übergeben. Die IG Metall startete Anfang Juli 2009 die Kampagne "Gemeinsam für ein gutes Leben". "Wir verbinden diese Kampagne auch mit praktischen Hilfestellungen für wichtige gesellschaftspolitische Projekte", sagte Wolfgang Lemb, der erste Bevollmächtigte der IG Metall. "Deshalb haben wir uns auch entschieden, für jeden abgegebenen Fragebogen einen Euro an ein soziales Projekt zu spenden." Für welches Projekt der MobB-Verein das gespendete Geld verwendet, steht noch nicht fest. "Das werden wir gemeinsam besprechen", sagte Dr. Beate Jonscher vom MobB e.V.




Jena führt als erste deutsche Stadt einen Kulturpass ein
(Hallo Jena, 19.07.2008)

(anw) Das Vorbild ist Österreich. In Wien wurde 2003 die Aktion „Hunger auf Kunst & Kultur" kreiert und zwar gemeinsam vom Schauspielhaus und der Armutskonferenz. Plätze in Kulturveranstaltungen werden an Hilfebedürftige kostenlos vergeben. Zwei Jahre später konnten 8.000 Kulturpass-Besitzer registriert werden, aktuell sollen allein in der österreichischen Hauptstadt 15.000 Menschen in den Genuss kostenloser Teilhabe an Kunst und Kultur kommen. Partner des Kulturpasses sind gegenwärtig 93 Einrichtungen in Wien und Umgebung. Zürich kann eine gleich geartete Initiative aufwiesen. So wie es Lebensmittelhändler gibt, die nicht verkaufte Ware an Hilfebedürftige kostenlos abgeben - zum Beispiel an die Jenaer Tafel- sollen Kulturtempel freie Platzkapazitäten kostenlos an diese Menschen abgeben. Daher stammt auch der Titel des Kulturpasses „Hunger auf Kunst & Kultur".
Deutschland konnte dies bislang nicht. Seit dieser Woche nun doch. Helmut Lange vom Menschen ohne bezahlte Beschäftigung e.V. (MobB) gewann zunächst drei Partner, die den Kulturpass akzeptieren: Das Theaterhaus Jena, die FilmArena und die Kantorei der Stadtkirche St. Michael. „Wir wollen den mehr als zehntausend von Armut betroffenen Menschen in unserer Stadt eine kulturelle, also soziale Teilhabe ermöglichen", begründete Lange bei der Präsentation am Montag dieser Woche in der Stadtkirche die Aktion.
Das Prinzip ist denkbar einfach: Wer nach bestimmten Kriterien Hilfebedürftig ist, kann beim MobB e.V. einen Kulturpass beantragen. Mit diesem Pass nun können Veranstaltungen der oben genannten Kulturinstitutionen besucht werden. So freie Plätze vorhanden sind. Ein rechtlich verbindlicher Anspruch besteht allerdings nicht. Zu den Anspruchsberechtigten gehören Inhaber des „Jenapasses" und u.a. Sozialhilfeempfänger, Empfänger von Leistungen nach dem SGB II und Bezieher von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.
Jeweils Mittwoch von 10 bis 12 Uhr und Donnerstag von 17 bis 19 Uhr wird Initiator Lange im MobB, Unterm Markt 2 (Tel. 384364), die Kulturpässe ausstellen und die Regeln erklären. Der dem Wiener Original entsprechende rosa Kulturpass wird für ein Jahr ausgestellt und gilt nur in Verbindung mit einem Lichtbildausweis.
Lange möchte in naher Zukunft mit weiteren Kulturanbietern der Stadt sprechen, um Möglichkeiten auszuloten, deren Angebote in die Kulturpass-Aktion aufzunehmen.




Buchfortsetzung: Positives Strandgut
Erwerbslosenverein kündigt neuen Band an
(TLZ, 18.06.2008)

Jena, (tlz/ba) Im Verein „Menschen ohne bezahlte Beschäftigung" (M.o.b.B.) wird derzeit am Nachfolgeband zu „Vorsicht, Strandgut!" gearbeitet. Mehrere Autoren, fast ausschließlich Senioren, schreiben für das Buch, das Anfang kommenden Jahres erscheinen soll. Es wird Essays, Geschichten und Gedichte aus dem Alltag der Erwerbslosen enthalten.
Ines Kötschau, die das Projekt leitet, sagt, dass im neuen Titel nicht ausschließlich tendenziell pessimistische Texte wie im ersten Band enthalten sein sollen. So schreibt Dr. Al-Kuwaiti beispielsweise über ein Amselpärchen, das auf seinem Balkon nistet. Verlegt werden soll das Buch wieder vom Verein Lesezeichen e.V., der eigens für das Projekt die Thüringer Autorin und Lektorin Kathrin Groß-Striffler für eine Zusammenarbeit gewinnen konnte. Groß-Striffler bemühte sich in den vergangenen Monaten darum, den Nachwuchs-Schriftstellertalenten die Grundlagen des Schreibens näherzubringen und sie mit unterschiedlichen Schreibtechniken vertraut zu machen.
Doreen Noack, Marketing-Chefin von Jenawohnen, sagt, sie sei schon sehr gespannt auf das Resultat Anfang nächsten Jahres. Jenawohnen wird, wie schon beim ersten Band, die nötigen Mittel für die Druckkosten zur Verfügung stellen.




Menschen ohne Job erzählen Geschichten
Jenawohnen unterstützt Schreibwerkstatt
(OTZ, 16.06.2008)

Jena (OTZ/Groß). Arbeitslose feilen derzeit an Geschichten und Gedichten. Und dies tun sie unter fachkundiger Anleitung der Jenaer Schriftstellerin Kathrin Groß-Striffler beim Verein Menschen ohne bezahlte Beschäftigung (MOBB). Bis Ende des Jahres sollen die Ergebnisse in Form eines Buches vorliegen.
Unterstützt wird dies vom Verein Lesezeichen, der die Autorin Groß-Striffler als Projektleiterin gewann, sowie von Jenawohnen. Das Wohnungsunternehmen will damit das Sponsoring von Schreibwerkstätten weiterführen, das vor zwei Jahre in einem Projekt mit dem Buchautor Rainer Hohberg an der Lobedaer Rodatalschule begonnen hatte.
Das Ganze habe erst einmal mit dem Vermitteln von Schreibtechniken, mit Beschreibungsstudien und dem Erlernen des Verdichtens von Themen begonnen, berichtet Frau Groß-Striffler. Gegenwärtig sei man eifrig am Sammeln von Themen. Dabei gehe es um Begebenheiten aus dem persönlichen Alltag und der Jenaer Heimat. Erinnerungen aus der Kindheit, Nachdenken übers eigene leben oder auch Reflexionen von Naturschönheiten sollen eine Rolle spielen. Aber auch das Thema Arbeitslosigkeit wird nicht ausgespart, wenngleich es nicht so dominant sein soll wie beim ersten Buch "Vorsicht, Strandgut!", das beim Mobb-Verein entstanden war.




Tauschring für Jena
MobB Jena mit neuem Projekt für Arbeitslose
(Allgemeiner Anzeiger, 27.02.2008)

Arbeitslosen und in Not geratenen Menschen zu helfen. Mit diesem Anspruch hatte sich im Juni 2005 der verein „Menschen ohne bezahlte Beschäftigung“ (MobB Jena) gegründet. Zur Gründung hatte man sich noch damit begnügt, ALG II – Empfänger mit Beratung zu unterstützen. Schnell folgten jedoch Projekte wie „Schreibende Arbeitslose“, wo Arbeitslose ihre persönlichen Erfahrungen aufschrieben und was als Buch veröffentlicht wurde. Auch der „Umsonst-Laden“ entstand auf Initiative des MobB. Das neuste Projekt ist ein so genannter „Tauschring“. Die Idee ist, dass Menschen Tätigkeiten und Dienstleistungen jeder Art untereinander tauschen können, ohne dass dabei Geld fließt. Der Wert der Tätigkeit wird dabei in aufgewendeter Zeit berechnet. Jeder, der eine bestimmte Tätigkeit einbringt, kann dafür im selben Maße eine andere Tätigkeit eines Mitgliedes in Anspruch nehmen.
„Viele, die länger arbeitslos sind, leiden unter dem Verlust des Selbstwertgefühls, erklärt Beate Jonscher vom MobB. Über den Tauschring könnten sie ihre Arbeit wieder einbringen und bekämen wieder das Gefühl, gebraucht zu werden. Weiterhin sei es eine Möglichkeit wieder neue Kontakte zu knüpfen und aus der Isolation herauszukommen. Beim Tauschring könne jeder mitmachen. Eine Mitgliedschaft im V erein ist nicht notwendig.
Interessierte können sich von Montag bis Freitag von 10-12 Uhr im Büro des MobB Unterm Markt 2 über das von der Stadt geförderte Projekt informieren.




Umsonst-Laden jetzt mitten in der Stadt
MobB e.V. baut sozio-kulturelles Zentrum auf
(OTZ, 24.06.2007 / Schimmel)

Ein Treffpunkt für Jenaer, die zwar arbeitslos aber voller Tatendrang und Ideen sind, soll nach dem Willen des MobB e.V. mitten in Jenas "Guter Stube" entstehen. Nur wenige Schritte vom historischen Rathaus entfernt, in Blickrichtung des Hanfried, im Geschäftshaus Unterm Markt 2, hat der Verein für Menschen ohne bezahlte Beschäftigung - Hilfe & Selbsthilfe e.V. sein neues Domizil bezogen. Dr. Beate Jonscher und Helmut Lange vom Vereinsvorstand freuen sich über die 1 A-Lage der neuen Vereinsräume. 'Wir haben nachdem wir die Villa am Busbahnhof räumen mussten, weil sie verkauft wurde, lange nach etwas Passendem und Bezahlbarem gesucht", berichten sie. In dem Wohn- und Geschäftshaus gegenüber dem neuen "Kirstenschen Haus" haben sie es gefunden.
Hier gibt es endlich auch ausreichend Platz für den "Umsonst-Laden", den der MobB als Projektträger betreut. In dem "Laden" finden sich vom Bügeleisen über die Nachttischlampe, den Videorecorder und Kinderbücher sowie Spielzeug bis zum Wasserkocher viele Dinge, die zwar nicht neu, aber noch bestens erhalten sind. Leute, die mit wenig Geld auskommen müssen, können die gespendeten Dinge gegen eine kleine Spende fast umsonst erwerben.
In den Vereinsräumen haben auch die Schreibenden Arbeitslosen, die nach "Vorsicht, Strandgut" an einem neuen Buch arbeiten, einen Treffpunkt. Dort findet künftig auch das Lese-Cafe statt, ebenso die Beratungen für Hartz IV-Bezieher, die Hilfe bei Behördengängen oder rechtlichen Fragen suchen.
Hier laufen auch die Fäden des jüngsten, vierten MobB-Projektes zusammen, des Kultur-Tauschrings. "Hier arbeiten wir mit Jenaer Kultureinrichtungen und Vereinen zusammen, die kulturelle Angebote machen", erklärt Helmut Lange. Auf ehrenamtlicher Basis helfen Vereinsmitglieder und Freunde dort aus, etwa bei der Einlasskontrolle oder der Vorbereitung von Veranstaltungen - und dürfen im Gegenzug kostenlos an diesen Ereignissen teilnehmen. Partner sind unter anderem die Kirche, der Offene Kanal Jena und der Film e.V. "Arbeitslosigkeit, zumal wenn sie lange andauert, heißt immer auch, dass die Betroffenen von Kommunikation und Konsumtion ausgegrenzt werden, auch von Kultur", beschreibt Beate Jonscher den Ansatz dieses Projektes. Der Kultur-Tauschring, der mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert wird, gleicht das in gewisser Weise aus.




Tour auf der Route 66 muss noch warten
(TLZ, 01.06.2007,von Frank Quilitzsch)

Monika M. ist als viertes Kind einer Arbeiterfamilie aufgewachsen und hat nach der Wende ihren Job verloren. Hans D. wurde 1976 nach neunjähriger Tätigkeit im radiologischen Dienst der NVA aus politischen Gründen entlassen. Im vereinigten Deutschland hat man ihn rehabilitiert, doch war er mehrmals arbeitslos, zuletzt Hartz IV-Empfänger, und ging mit 60 in die Frührente. Rosalina E. wurde in Bulgarien geboren, heiratete einen DDR-Bürger und hatte ihr Auskommen, doch Anfang der 90er Jahre wurde der Mutter von zwei Kindern an der Uni Jena gekündigt.
Drei Schicksale von vielen. Die genannten Personen eint, dass sie sich nicht still im Kämmerlein beklagen, sondern schreibend die Auseinandersetzung suchen. Zirkel schreibender Arbeiter hat es in der DDR fast in jedem Großbetrieb gegeben. Ein Zirkel schreibender Arbeitsloser und Hartz IV-Empfänger - das ist neu. Die Jenaer Slawistin Beate Jonscher hat das Projekt vor einem Jahr unterm Dach des Jenaer Hilfe & Selbsthilfe-Vereins MobB (Menschen ohne bezahlte Beschäftigung) ins Leben gerufen. Neun Schreibende trafen sich wöchentlich, um sich gegenseitig ihre Texte vorzulesen und darüber zu diskutieren. Weiterbildungen wurden organisiert, die Schriftstellerin Antje Babendererde gab Tipps. Finanziert wurde das Langzeitprojekt mit Geldern des Europäischen Sozialfonds. Dass am Ende eine gelungene Publikation zustande kam, die von den Autoren sogar auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt wurde, ist letztlich auch Uta Röhrborn zu verdanken, die für "Vorsicht, Strandgut!" die Redaktion übernahm.
In lyrischen und Kurzprosatexten bringen die Autoren zum Ausdruck, was sie schmerzt und bewegt: "Ehemals stolze Menschen / sind wir heute Strandgut / an einem ungewohnten Ort", heißt es etwa, oder zum Thema Glück: "Es ist immer so, alles verläuft im Kreis. Das, was ich gebe, bekomme ich zurück." Manche ringen mit der literarischen Form oder haben noch keine gefunden, doch alle an der Anthologie Beteiligten haben etwas Wichtiges mitzuteilen - und das verdient Respekt. Da schwingt oft Wut und Trauer mit, wächst aber auch Ermutigung. Schreiben bedeutet ja letztlich Hoffnung. Der Rock´n´Roll-Freak Ulrich F. beispielsweise träumt davon, eines Tages in Amerika die Route 66 entlang zu fahren, ist aber erst mal arbeitslos und kümmert sich um einen verunglückten Freund. "Die Tour muss noch warten!"
"Vorsicht, Strandgut!" kann für 4.80 Euro über Tel. (03641) 384364, per eMail unter buch@mobb-jena.de oder über den Buchhandel (ISBN 978-3-00-020900-0) bestellt werden.




Abgestempelt und gebrandmarkt
(DPA/TLZ, 10.01.2007)

Hartz IV ist für viele Langzeitarbeitslose vor allem ein Weg aus der Gesellschaft. Wichtige Kontakte gingen verloren, meint der Jenaer Soziologe Klaus Dörre. Je länger die Arbeitslosigkeit andauere, desto weiter rutsche der Einzelne in die Isolation ab. In Jena hat sich eine Gruppe zusammengetan, um gemeinsam ein Buch über ihre Erfahrungen mit Arbeitslosigkeit, Vorurteilen, vergangenen Hoffnungen und Zukunftsängsten zu schreiben. Dabei geht es auch darum, der Einsamkeit für ein paar Stunden zu entfliehen. "Eine unsichtbare vom Staat aufgebaute Mauer hält mich hier fest, die nur wenig erfüllbare Träume in mir aufkommen lässt. Essen, trinken, ein Dach über dem Kopf - das muss reichen für einen armen Hartz-IV-Tropf." Solche Meckerverse sind die Spezialität von Monika Maron. Die Langzeitarbeitslose möchte mit ihren Gedichten vor allem den täglichen Frust abbauen, sagt sie. "Das macht den Kopf frei", bestätigt ihr Kollege Ulrich Friedmann.
Fünf Autoren und zwei Koordinatoren sind an dem ungewöhnlichen Buchprojekt unter dem Titel "Schreibende Arbeitslose" beteiligt. "Gedichte, Kurzgeschichten, Erlebnisberichte, politische Kolumnen und Liedtexte - verschiedene Textsorten von ganz verschiedenen Autoren", beschreibt Koordinatorin Uta Röhrborn das Konzept. Finanziert wird die Initiative über den Verein "Menschen ohne bezahlte Beschäftigung" und das Programm "Lokales Kapital für soziale Zwecke in Thüringen" (Lokast) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF).
Europaweit sind in den Jahren 2000 bis 2006 im Rahmen des ESF rund 80 Milliarden Euro an Projekte zur Unterstützung benachteiligter Arbeitnehmer und Arbeitsloser geflossen. In Deutschland wurden 10 Milliarden Euro vor allem für Initiativen zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit verwendet.
Die 30- bis 60-jährigen Jenaer Buchautoren suchen mittlerweile seit zwei bis fünfzehn Jahren eine feste Anstellung. Trotz Studium, Berufserfahrung, Weiterbildungen, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Ein-Euro-Jobs scheint der Weg aus der Arbeitslosigkeit aber unmöglich: "Potenzielle Arbeitgeber sagen: Sie sind überqualifiziert - oder sie haben schon zu lange nicht mehr in dem Job gearbeitet", berichtet Ulrich Friedmann, studierter Betriebswirt.
Richtig schwierig werde die Situation für Langzeitarbeitslose: "Wenn einmal Hartz IV in deiner Akte steht, ist das, als wenn du im Knast warst - du bist abgestempelt und gebrandmarkt", sagt der 50-jährige, der selbst freiwillig auf Hartz IV verzichtet.
Die Vorurteile gegenüber Langzeitarbeitslosen kann Soziologe Dörre bestätigen: In einer Befragung bei 400 Jenaer Unternehmern im Sommer gab jeder vierte Befragte an, keine Langzeitarbeitslosen einzustellen. Langzeitarbeitslosen über 50 würde sogar mehr als jeder dritte Arbeitgeber keine Chance mehr geben. "Wer arbeitet tut Gutes, wer nicht arbeitet liegt den anderen auf der Tasche", beschreibt die Koordinatorin Uta Röhrborn ihren Eindruck. Durch Langzeitarbeitslosigkeit gingen auch bei den schreibenden Arbeitslosen aus Jena soziale Kontakte verloren. "Die Arbeitslosen treibt ihre Situation oftmals in die Isolation. Da entsteht eine Stadt in der Stadt", erklärt Soziologe Dörre.
Das Buchprojekt ist den Arbeitslosen daher eine willkommene Abwechslung. "Es ist wichtig, dem Tag Struktur zu verleihen und sich mit anderen zu treffen", sagt Autor Friedmann. Auf einen Namen für ihr Buch haben sich die Jenaer Autoren noch nicht geeinigt. "Die Texte sind fertig, Anfang Januar machen wir das Layout und im Februar wollen wir in den Druck gehen", berichtet Uta Röhrborn. Rund 1000 Exemplare sollen gedruckt und zum "arbeitslosen-freundlichen" Preis verkauft werden.




"Bei uns kann man nichts klauen"
Einziger "Umsonstladen" Thüringens in Jena läuft gut
(DPA/TLZ, 06.12.2006)

Soziale Kälte, Konsumgesellschaft, Wegwerfmentalität - das es auch anders geht, wollen die Mitglieder der Jenaer Initiative "Umsonst(T)räume" beweisen. Nahe dem Bahnhof Jena-Paradies haben sie Thürin­gens einzigen Umsonstladen eröffnet. „Wir wollen ein an­deres Miteinander — jenseits von Hierarchien — ausprobieren", sagt Stefan Otto, einer der Initiatoren.
Vier Mal in der Woche ist der Laden geöffnet. Deutschlandweit gibt es rund 20 weitere Projekte dieser Art. Jeder kann hier funktionstüchtige Dinge vorbeibringen, die er nicht mehr braucht; und jeder darf mitnehmen, was er gerade braucht. Dabei geht es nicht ums direkte Tauschen, sondern um gegenseitige Hilfe. „Was der eine nicht mehr braucht, sucht der andere vielleicht dringend", erklärt Beate Jonscher, eine der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen. Angesprochen seien nicht nur Bedürftige, sondern alle. „Wir wollen auch zum Nachdenken über die Werte der Gesellschaft anregen."
„Der Laden ist ein Unikum unter den Jenaer Läden: Bei uns kann man nichts klauen", scherzt Ulrich Friedmann, ein weiterer Mitarbeiter. Vom Reisehaartrockner bis zum Gewürzregal, vom alten Vogelkäfig bis zur Kinderschaukel. Bücher, Videos, Schallplatten und Kassetten - Dinge von skurril bis praktisch füllen die Regale. „Ich finde das eine richtig gute Idee", sagt die 76-jährige Ilse Wettig. „Viele Sachen stehen doch zu Hause nur rum und werden irgendwann einfach wegge­schmissen. Da ist es toll, wenn andere Menschen das noch gebrauchen können." So denkt auch Silvia Köster. Die 48-Jährige bringt Kassetten mit französischen Chansons vorbei. „Ich habe keinen Kassettenspieler mehr, da hat jemand anders mit Sicherheit mehr von den alten Schätzen", sagt sie. „Beim letzten Mal habe ich mir ein paar Bücher mitgenommen."
Seit Mitte Juli läuft das Projekt im Jenaer Afrocenter. Der Laden ist eine Zusammenarbeit der Initiative „Umsonst(T)räume" mit dem Verein „Menschen ohne bezahlte Beschäftigung" (MobB). Das Konzept basiert auf Spenden und ehrenamtlicher Arbeit. Staatliche Fördermittel lehnen die Betreiber ab. Rund vier Gäste kommen laut Beate Jonscher pro Öffnungstag. Vom Jugendlichen bis zum Rentner seien alle Altersgruppen vertreten. Um die Miete bezahlen zu können, wird jeder Besucher um eine kleine Spende gebeten - freiwillig.
 



"Umsonstladen" wird in Knebelstraße aufgebaut
Gestern Spende von PDS-Landtags-Fraktion
(OTZ, 02.06.2006)

Übergabe des Schecks Jena (OTZ/Groß). Ein Laden, in dem es etwas umsonst gibt, entsteht derzeit in der Knebelstraße 3. Aufgebaut wird dieses Angebot für arbeitslose und in Not geratene Bürger vom Verein „MobB - Menschen ohne bezahlte Beschäftigung" und soll am 22. Juli eröffnet werden.
Gegenwärtig laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, wie Vereinsvorsitzender Stefan Otto und Projektbetreuerin Dr. Beate Jonscher berichten. Beide konnten gestern auch eine kleine Finanzspritze von 400 Euro entgegennehmen. Gebracht wurde sie ihnen von der PDS-Landtagsabgeordneten Heidrun Sedlacik. Das Geld kommt vom Verein „Alternative 54", den sie selbst führt. Dieser Verein ist aus der Ablehnung der PDS-Abgeordneten gegenüber dem Paragraphen 54 entstanden, der jährlich die automatischen Diätenerhöhungen festschreibt. Die PDS-Abgeordneten lassen ihre Diätenerhöhungen in einen Fond dieses Vereins fließen. Aus ihm werden soziale, Jugend- und Sportvereine, aber auch Einzelprojekte unterstützt.
Nun also auch der Umsonstladen. Er lebt davon, dass Bürger ihm Dinge überlassen, die sie nicht mehr benötigen, aber gern noch anderen zugute kommen lassen möchten - also Bücher, Spielsachen, Bilder, Uhren, Kaffeemaschinen und vieles mehr, jedoch keine Kleidung. Größere Dinge könnten dann über die im Flur aushängende Pinnwand bekannt gemacht werden. Dort soll­ten auch Leistungen wie etwa Frisieren angeboten werden.
Kontakte sind im Umsonstla­den in der Knebelstraße 3 (gegenüber Paradiesbahnhof) und über Tel: 384364 möglich.
 



Vom Ein-Euro-Job ins Bundespolitik-Getriebe
Elke Reinke spricht auf Montagsdemo
(OTZ, 15.3.2006)

Jena (OTZ/rq). Sie hat (noch?) nicht die gelernte Beredsamkeit der Politprofis, und das, was sie zu sagen hatte, hielt sie auch als Textvorlage in ihren Händen.
Doch Elke Reinke, die gestern auf der 78. Montagsdemo des Bündnisses gegen Sozialabbau auf dem Holzmarkt sprach, weiß, wovon sie redet. Die Bundestagsabgeordnete der Linkspartei war vor ihrer Wahl Hartz IV-Frau. Die 47-jährige Elektroingenieurin aus Aschersleben verlor nach der Wende ihre Arbeit im Leichtmetallwerk Nachterstedt. Seitdem ging es ihr so wie vielen: ABM, Lehrgänge, Ein-Euro-Job. Die Mutter zweier Kinder war Mitorganisatorin der Demos vorm Arbeitsamt in Aschersleben (inzwischen 85), und da SPD-Leute sie enttäuschten, ging sie zur WASG. Nach Zaudern zur Kandidatur bereit, kam sie zur eigenen Überraschung aus Sachsen-Anhalt in den Bundestag. Bedenken, dem Politbetrieb nicht gewachsen zu sein, zerstreuen sich. Zwei Reden hielt sie bisher im Bundestag und spricht nun langsamer: „Ich wollte die Redezeit für die Fraktion gut nutzen - aber langsamer ist besser." Sie macht ihre Erfahrungen im Politgeschäft, in der Fraktion hilft man dabei. Den Kontakt zur Basis wird sie nicht verlieren, sagt Elke Reinke, diese Gefahr sehend. Die Montagsdemos in Aschersleben gehen ja weiter und solche Besuche wie gestern in Jena, wo sie sich beim MobB eV. informierte, tun ihr Übriges. „Ich habe den Schritt in die Politik nicht bereut. Ich kann etwas bewegen. Für Leute, denen es so geht, wie es mir erging."
 



Auftakt zur Schaffung eines sozialen Netzwerkes
Erster Alternativer Neujahrsempfang
(OTZ, 14.01.2006)

Jena (OTZ/F.D.) Eine hoffnungsvoller Auftakt, der Tradition werden soll - das war das Fazit, das gestern zum ersten (Alternativen Neujahrsempfang in der Knebelstraße gezogen wurde. Eingeladen hatten das Jenaer Bündnis gegen Sozialabbau und der Verein Menschen ohne bezahlte Beschäftigung e.V.
Der Einladung waren zahlreiche soziale Vereine und Initiativen gefolgt, die - jeder auf seinem Tätigkeitsfeld - eines gemeinsam haben - Menschen zu unterstützen, die in der gesellschaft im Abseits stehen. So berichtete die Ombudsstelle, dass das Frauenhaus erneut in seiner Existenz bedroht ist, und der Trägerkreis gegen die Familienoffensive, wie weit der Weg zu einem Volksbegehren ist. Christian Engelhardt ließ die Montagsdemos Revue passieren und stellte fest, dass "Zellteilungen" nicht immer gut sind. Aktionen abzusprechen und die Ressourcen zu bündeln, das sei angesichts der vielen Probleme ein Notwendigkeit. Insofern sei der Alternative Neujahrsempfang der Auftakt zur Schaffung eines Netzwerkes der sozialen Vereine, erklärte Dr. Beate Jonscher. Die DGB-Regionalvorsitzende Renate Licht rief zur regen Beteiligung an einer Demo am 11.2. in Berlin sowie am 14.2. in Straßburg gegen die Dienstleistungsrichtlinien auf.
 



MobB aktiviert
Neues Hilfs- und Beratungsprojekt für Menschen ohne Arbeit in Jena
(Hallo Jena, 15.10.2005)

(anw) MobB ist aktiviert. Ausgesprochen steht das Kürzel für "Menschen ohne bezahlte Beschäftigung" - Hilfe & Selbsthilfe e.V.
MobB soll in erster Linie Anlaufstelle für ALG-II-Empfänger sein, darüber hinaus für alle Menschen ohne Job.
Im Juni 2005 gegründet, konnte der Verein mit Sitz in der Knebelstr. 3 am vergangenen Montag sein erstes Projekt vorstellen. Das Projekt "Beratung & Bildung". Vom Land wird diese Initiative über LOKAST ("Lokales Kapital für soziale Zwecke in Thüringen" aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds mit 9.000 Euro gefördert. Der Förderzeitraum begann am 1. September und reicht bis zum 31.August 2006.
Projektleiterin Beate Jonscher nennt die Schwerpunktes des Projektes: "Wir sehen einen immensen Informations- und Beratungsbedarf bei ALG-II-Empfängern und deren Angehörigen. Ebenso wichtig ist die berufliche Weiterbildung der Projektteilnehmer". Dazu gehörten die Schwerpunkte Bewerbungstraining, Unterweisungen im Umgang mit elektronischen Medien und bei Fragen des Alltagsrechts. Die bewilligte Förderung ermöglicht eine Kapazität von 15 Teilnehmern. Die Kurse werden an der Volkshochschule Jena und beim Internationalen Bund in Jena absolviert und sind für die Kursanten kostenlos.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Beratung durch die ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder, die größtenteils selbst von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Montag von 14 bis 16.45 Uhr und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr hat das Vereinsbüro (Tel. 384364, E-Mail mobb-jena@gmx.de) geöffnet. Vereinsvorsitzende Ines Kotschau macht auf die großen Schwierigkeiten beim Umgang mit den ALG-II-Bestimmungen aufmerksam. "Wir erleben immer wieder, dass ,linke Eier' gelegt werden", sagt Frau Kötschau. Ihre Kritik richten sich dabei vor allem an die Adresse von jenarbeit. Mitarbeiter des Eigenbetriebes würden behaupten, die eingereichten Unterlagen der Antragssteller seien nicht vollständig abgegeben worden. "Das hören wir häufiger". Außerdem verweist sie auf das Zeitproblem, das oft ein ausführliches Gespräche mit den Betroffenen verhindere. Änderungen der Gesetzeslage, zum Beispiel bei Nebenverdienstmöglichkeiten, sollen von MobB an die Adressaten vermittelt werden. Laut MobB würden wöchentlich zwischen 85 und 100 Antragsteller (Ende des Arbeitslosengeldes, Selbständige nach Insolvenz, Studienabgänger) hinzu kommen. Bei zurzeit über 6.000 Bedarfsgemeinschaften wäre genügend Bedarf für Hilfsangebote vorhanden. Konkurrenz beispielsweise zur ALG-II-Beratung der Arbeitsloseninitiative Jena, die im gleichen Haus sitzt, könne sie nicht erkennen. Im Gegenteil, MobB will mit anderen gleichgelagerten Jenaer Vereinen zusammenarbeiten. "Es gibt genügend zu tun", ist sich Ines Kötschau sicher.